Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Neuer Schulanbau

WERBUNG

Es wird geklopft, geschraubt, geschliffen - und geputzt

Großes Gewusel auf dem Müllroser Bildungscampus hinter der Schlaubetal-Halle / Eröffnung des Erweiterungsbaus im Januar

Annika van Dahl, im Amt Schlaubetal als Sachbearbeiterin Hochbau tätig, und Amtsdirektor Matthias Vogel beim Vor-Ort-Termin Ende November. Fotos (4): Jörg Kotterba
Annika van Dahl, im Amt Schlaubetal als Sachbearbeiterin Hochbau tätig, und Amtsdirektor Matthias Vogel beim Vor-Ort-Termin Ende November. Fotos (4): Jörg Kotterba
Welch ein Gewusel auf dem Müllroser Bildungscampus hinter der Schlaubetal-Halle. Noch immer wird geklopft, gesägt, geschraubt, geschliffen – aber inzwischen auch geputzt, gewischt, gewienert. Im und vor dem Ergänzungsbau der Grund- und Oberschule legen Maler letzte Hand an. Bekommen Elektroanlagen, die unterirdisch verlegt sind, ihre Schalter und Hebel. Bringen Tischler Treppenknäufe auf Maß. Huschen Reinigungskräfte mit ihren Hilfsmitteln durch das zweistöckige Haus. Es sieht innen schon fast wie „geleckt“ aus.

Draußen hingegen klopfen Straßenbau-Experten schmückende Steine in ein Kiesbett, sägen ein paar Meter weiter Fachleute Gehwegplatten passgenau. Wie Mehl wirbelt der Staub durch den kalten Herbsttag.

Noch sind die Räume von Handwerkern belegt.
Noch sind die Räume von Handwerkern belegt.
„Es ist Land in Sicht“, sagt Annika van Dahl, im Amt Schlaubetal Sachbearbeiterin Hochbau, erleichtert. Ein Termin der Einweihung stehe zwar noch nicht exakt fest. Aber Amtsdirektor Matthias Vogel versicherte bei einem Vor-Ort-Termin Ende November: „Auf jeden Fall im Januar. Dann wird hier, vor allem mit den Schul- und Hortkindern, richtig gefeiert.“

Danach war den Verantwortlichen dieses 2,2 Millionen Euro teuren Objekts nicht immer zu Mute. Ende April titelte die Märkische Oderzeitung „Graue Wolken überm Schulneubau“ und schrieb, dass sich in die Freude beim Richtfest auch kritische Worte mischten. „Ich bin wegen der Bauzeit nach wie vor sehr erbost“, wird Müllroses Bürgermeister Detlef Meine zitiert. Denn das Richtfest hätte schon vor Weihnachten vergangenen Jahres gefeiert werden sollen – so sah es die Planung vor.

Auch der damalige Schulleiter Michael Weiß war an jenem Nachmittag nicht ausschließlich glücklich, was aber nicht vordergründig an der erheblichen zeitlichen Verzögerung der Bauarbeiten liegt. „Ich hätte mir gewünscht, dass das neue Haus doppelt so groß wird“, diktierte er dem MOZ-Redakteur in das Notizbuch. „Der Bedarf dafür ist nämlich da, und wir hatten den auch so angemeldet.“ Aber leider fehlte der Stadt das Geld für einen größeren Neubau.

Tischler der Firma Stein verlegen Handknäufe. Jede Menge Gehwegplatten sind im Außenbereich noch auf Maß zu schneiden.
Tischler der Firma Stein verlegen Handknäufe. Jede Menge Gehwegplatten sind im Außenbereich noch auf Maß zu schneiden.
Schlussstrich. Amtsdirektor Matthias Vogel ist die Vorfreude aufs neue Haus anzusehen. Er ist stolz, dass Müllrose und die angrenzenden Gemeinden für immer mehr Familien Jahr um Jahr attraktiver wird und die Einwohnerzahl allein in Müllrose auf 4670 Einwohner angewachsen ist. „Die Infrastruktur im Amtsbereich ist für uns das A und O. Die Menschen sollen sich hier wohlfühlen. Und da auch die Zahl der Kinder und damit der Schüler wächst, ist dieser Erweiterungsbau der Grund- und Oberschule – die Stadt Müllrose ist Träger – mehr als überfällig.“ Deshalb habe die Stadt Müllrose Geld in die Hand genommen und beim Land Fördergelder in Höhe von 1,7 Millionen Euro eingelobt. Die andere halbe Million Euro stammt aus dem Haushalt des Amtes. „Ich möchte den Stadtverordneten danken, die grünes Licht für dieses schöne Objekt gaben“, ergänzt der Amtsdirektor.

Wie Annika van Dahl informierte, arbeiteten insgesamt 24 Handwerker-Firmen, darunter auch aus der Region, am Erweiterungsbau. „Die Ausschreibung war national. Deshalb konnten wir nicht nur Fachbetriebe aus Ostbrandenburg einbinden.“ Im Haus sind vier Klassenzimmer á 60 Quadratmeter Größe und zwei große Horträume á 80 Quadratmeter, dazu natürlich Toiletten und Lagerräume zu finden. „Das Haus hat einen Inklusionsraum. Er dient sowohl als Rückzugsort als auch als Ort, wo auch mal ausgerastet werden darf. Er bietet zudem die Möglichkeit, dort kleinere physiotherapeutische Übungen durchführen zu können. Der Erweiterungsbau ist auch für Kinder mit Handicap, also barrierefrei“, versicherte Annika van Dahl. Auch ein Fahrstuhl wurde eingebaut.

Die großen Horträume waren nötig, ergänzte Amtsdirektor Matthias Vogel, weil für den Hort im Schulhaus bisher eine Ausnahmegenehmigung vonnöten war. „Sie entfällt mit dem Umzug. Kommissarische Leiterin der Müllroser Grund- und Oberschule ist Katja Fritzke.

In ihre Einrichtung mit den Klasse 1 bis 10 gehen 465 Mädchen und Jungen. Sie werden von insgesamt 44 Lehrern unterrichtet. Jörg Kotterba

Aus dem Internet 

Das Haupthaus der Müllroser Grund- und Oberschule beherbergt insgesamt 13 Unterrichtsräume. So steht es auf der sehr informativen Internet-Plattform der Einrichtung. Neben von verschiedenen Fächern genutzten Räumen gibt es spezielle Fachräume für Biologie, Chemie, Fremdsprachen, Musik, Physik und W-A-T. Ebenso gibt es ein Computerkabinett, in dem 14 Schüler-PC‘s sind. „Unserer Schulsozialarbeiterin stehen ebenfalls mehrere Räume zur Verfügung.“
    zurück zur Übersicht Oder-Spree
    Amt Schlaubetal
    Stein Modellbau
    Elektro Schneider
    AEP - Anlagen- und Elektroplanung Ingenieurgesellschaft mbH
    Wegner & Binnemann Trockenbau GmbH
    © 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG
    Datenschutz